14.02.2012

Höchster Produktionszuwachs im Jahr 2011

Werkzeugmaschinenbestellungen wieder rückläufig

Erstmals seit zwei Jahren ist im vierten Quartal 2011 der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie wieder gesunken. Die Bestellungen gingen insgesamt um 4 % zurück. Die Inlandsorders notierten 2 % über Vorjahr, der Auftragseingang aus dem Ausland sank um 7 %.
»Für den Rückgang im vierten Quartal ist der Dezember verantwortlich, der nach 25 Monaten erstmals wieder ein Minus aufwies«, erläutert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Der Vergleichsmonat ein Jahr zuvor habe allerdings den höchsten Wert erreicht seit Erhebung der Auftragseingangsstatistik zu Beginn der 60er Jahre. Insgesamt hat die Nachfrage 2011 um 45 % angezogen. Deutsche Anwender fragten 46 %, ausländische Abnehmer 45 % mehr als im Vorjahr nach. Die Werkzeugmaschinenproduktion stieg 2011 um ein Drittel. Das ist der höchste Produktionszuwachs, der je erreicht wurde. Die Kapazitäten waren im Jahresdurchschnitt zu 93,8 % ausgelastet. Der Auftragsbestand lag bei 9,3 Monaten.

Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinen-Industrie
Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinen-Industrie im Überblick der Jahre 2001 bis 2011 (Quelle: VDW).


Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse erwartet der VDW für 2012 einen weiteren Produktionsanstieg von 5 %. Unstrittig ist jedoch, dass sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie bei allen Kennzahlen auf einem hohen Niveau befindet. »Allein deshalb wird sich das Wachstum im laufenden Jahr beruhigen«, sagt Wilfried Schäfer. Insbesondere bei der Nachfrage sei nicht mehr mit weiteren Zuwächsen zu rechnen. Dennoch geht die Branche optimistisch in das laufende Jahr und erwartet unter derzeit gegebenen Umständen keinen Abbruch der internationalen Investitionstätigkeit.
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